Krallenschneiden/Wurmkur/Pflegen und Baden

Krallenschneiden

KATZENKRALLEN SCHNEIDEN - SO GEHT'S RICHTIG!

Katzen schärfen ihre Krallen in der Natur beim Klettern oder durch das Laufen auf hartem Grund. Stubentiger hingegen müssen ihre Krallen auf eine andere Art kürzen und schärfen. Werden die Krallen zu lang, müssen sie bei einigen Katzen auch gekürzt werden. Wie Sie die Katzenkrallen richtig schneiden, erfahren Sie hier.

Müssen die Krallen einer Katze eigentlich gestutzt werden?

Für alle Katzenbesitzer, die ihre Möbel, Tapeten und Inneneinrichtung schützen möchten, ist die Frage, ob die Krallen ihrer Katze gestutzt werden sollten, schnell beantwortet. Denn auch reine Stubentiger möchten ihre Krallen schärfen und tun dies manchmal an Orten, an denen sie es nicht dürfen. In unserem Artikel über Katzenerziehung finden Sie übrigens hilfreiche Tipps, wie Sie ihrer Katze das Kratzen an Tapete und Möbeln abgewöhnen können.

Katzenkrallen selbst schneiden - Geht das?

Um die Krallen Ihrer Katze richtig zu stutzen, brauchen Sie folgende Dinge:

Katzen-Krallenzange oder Nagelknipser: beugen Verletzungen vor. Selbst die schärfste Nagelschere ist zum Stutzen nicht geeignet.

Nagelpfeile mit runder Spitze: bewahren die Krallen vor dem Splittern.

Wasserstoffperoxid und Wattestäbchen: stillen schnell die Blutung, falls ein Gefäß verletzt werden sollte.

Benutzen Sie ausschließlich scharfes Werkzeug und desinfizieren Sie es vorher mit Alkohol.

Vergessen Sie nicht, dass Katzen auch eine fünfte Kralle haben. Sie befindet sich an der Seite jeder Vorderpfote, wird allerdings nicht zum Kratzen verwendet. Sie wächst aber genauso wie die anderen Krallen. Bei dieser Kralle ist es also besonders wichtig, ihre Länge zu kontrollieren, damit sie nicht einwächst oder Unwohlsein und Schmerzen verursacht.

Richtig Katzenkrallen schneiden

Katzenkrallen selbst stutzen - So geht's richtig

Das Krallenstutzen ist für die meisten Katzen keine angenehme Prozedur. Wenn Sie Ihr Kätzchen allerdings von Anfang an daran gewöhnen, können Sie unangenehme Situationen vermeiden. Mit den folgenden Tipps, können Sie das Katzenkrallen schneiden so angenehm wie möglich gestalten:

Wählen Sie eine Position, die für Sie und Ihre Katze bequem ist. Ihre Katze sollte entspannt und bestenfalls schläfrig sein. Ist sie ängstlich, sollten Sie es besser zu einem anderen Zeitpunkt versuchen.

1. Drücken Sie in die Mitte der Tatzen, damit Ihre Katze ihre Krallen ausfährt. Fast alle Krallen sind sehr hell, so können Sie die rosa Blutgefäße und Nerven gut sehen.

2. Halten Sie die Pfote Ihrer Katze gut fest. Vermeiden Sie so, dass sie diese im entscheidenden Moment wegzieht.

3. Schneiden Sie die Kralle max. bis auf 2mm vor den rosa Gefäßen und Nerven ab. So sind Sie auf der sicheren Seite und verletzen Ihre Katze nicht. Falls es doch mal passieren sollte und Sie ein Gefäß erwischt haben, können Sie die Blutung mit Wasserstoffperoxid stoppen. Die Blutung sollte aber auch ohne Wasserstoffperoxid nach ca. fünf Minuten aufhören. Falls dies nicht der Fall ist und die Blutung anhält, sollten Sie unbedingt mit Ihrer Katze einen Tierarzt aufsuchen.

4. Halten Sie den Knipser im rechten Winkel zur Kralle. Wenn Sie ihn parallel zur Kralle halten, könnte diese später splittern.

5. Verwenden Sie einen Krallenschneider, sollten Sie die Griffe stets an die Seite oder zur Decke richten. So stellen Sie sicher, dass Sie die Kralle im rechten Winkel kürzen.

6. Glätten Sie mit einer Nagelpfeile die Spitzen. Wiederholen Sie dies für jede Kralle, auch die an der Seite. So verhindern Sie das Splittern der Krallen.

7. Beruhigen Sie Ihre Katze während des Stutzens. Ziehen Sie eine zweite Person hinzu, wenn Sie sich nicht sicher genug fühlen und belohnen Sie Ihre Katze mit ihrem Lieblingsleckerli, sobald Sie fertig sind.

Die Krallen Ihrer Katze sollten Sie regelmäßig - ca. im Abstand von 2 Monaten kürzen.

Wurmkur

Eine Wurmkur bei einer Katze richtig anwenden - so macht man alles richtig

Es gibt verschiedene Arten von Würmern, mit denen sich eine Katze anstecken kann. Hier bei uns sind es verschiedene Arten von Faden-, Band- und Saugwürmern. Die Eier und Larven werden von der Katze meist peroral, d.h. über den Mund aufgenommen - Hakenwürmer können sich sogar durch die Haut der Katze bohren. Sämtliche Würmer setzen sich an inneren Organen fest und leben dort als Schmarotzer. Wichtige Nährstoffe werden somit der Katze entzogen und es kann zu Blutarmut und Blutverlust kommen. Auch Gewebe im Inneren der Katze kann geschädigt werden. Das Immunsystem der Katze wird geschwächt. Häufig bei Wurmbefall sind auch Verstopfungen des Darms.

Freilaufende Katzen sind häufiger von Würmern befallen als Wohnungskatzen, denn draußen in der Natur haben sie viele Kontakte mit Larven und Eiern, die dann über die Fellpflege aufgenommen werden. Ansteckung erfolgt auch über die Beutetiere der Katze, z.B. Vögel und Mäuse, die oft von Würmern befallen sind. Auch junge Katzen sind übrigens mit Würmern infiziert, die sie meist schon im Mutterleib von der Mutter mit übernommen haben und auch später über die Milch der Katzenmutter weiter mit aufnehmen.

Hatte die Katze Flöhe, so muss sie nach erfolgreicher Flohbehandlung unbedingt entwurmt werden, da der Floh ein Zwischenwirt des Bandwurms ist.

Symptome bei Wurmbefall können sein

Juckreiz am After der Katze

Abmagerung

Durchfall

struppiges, glanzloses Fell

Das wird benötigt

Die Wurmkur kann vom Tierarzt oder auch selbst durchgeführt werden.

Das Medikament kann entweder in der Apotheke oder direkt beim Tierarzt in verschiedenen Formen gekauft werden.

01Tabletten

Diese werden der Katze weit hinten auf die Zunge gelegt, damit sie keine Möglichkeit mehr hat diese auszuspucken.

02Pasten und Gel

Sind meistens in Spritzenform und können so der Katze seitlich in den Mund gespritzt werden. Man muss darauf achten, dass tief genug in den Mund gespritzt wird, damit die Katze es nicht wieder ausspucken kann.

03"Spot-on"-Präparate

Es handelt sich hier um eine Flüssigkeit, die der Katze problemlos in den Nacken geträufelt werden kann.

Anleitung

01 Unabhängig davon ob die Katze Würmer hat, sollte mindestens 1 mal pro Jahr eine Wurmkur angewendet werden. Bei Katzen mit Freigang sogar 3-4 mal pro Jahr.

02 Das Gewicht der Katze muss festgestellt werden um die Dosierung festlegen zu können.

03 Die Dosierung der Wurmkur laut Packungsbeilage vorbereiten.

04 Die Wurmkur vollständig verabreichen. Beachten Sie dabei, dass manche Wurmkuren über mehrere Tage verabreicht werden müssen.

Manche Katzen lassen sich überlisten, wenn man ihnen das Wurmmittel unter das Futter mischt. Dies gilt natürlich nicht für "Spot-on"-Präparate.

Pflege und Baden

So pflegen und baden Sie Ihre Katze

Katzen lieben es, sich zu putzen. Als Katzenbesitzer ist man immer wieder beeindruckt, wie viel Zeit sich Katzen Ihrer täglichen Fellpflege widmen. Und dennoch: Manchmal benötigen selbst Katzen ein wenig Unterstützung bei Ihrer Pflege - sei es nach Verletzungen oder, wenn sich bei längerem Haar Verklettungen gebildet haben. Umso wichtiger ist es, seine Katze so früh wie möglich an helfende Hände und Bürsten zu gewöhnen. Unser Tipp: Je früher Sie damit beginnen, desto weniger Probleme werden Sie auf lange Sicht bei der Pflege Ihrer Katze bekommen!

Der richtige Moment: Passen Sie den besten Zeitpunkt ab, um mit der Gewöhnungsphase zu starten - am besten bürsten Sie Ihre Katze, wenn sie müde und entspannt ist. Sollte Ihre Katze zunächst partout nicht gebürstet werden wollen, fangen Sie einfach mit kleinen täglichen Einheiten an. Schon bald wird sie das Bürsten mehr und mehr tolerieren. Achten Sie darauf, dass Sie Ihre Katze nach jedem Bürsten loben und ihr jede Menge Streicheleinheiten zukommen lassen. Dadurch wird sie die gemeinsame Fellpflege irgendwann sogar als besondere Belohnung empfinden.

Kamm-Einsatz: Bei einer Langhaarkatze verwenden Sie zum Bürsten idealerweise einen Kamm. Fangen Sie dabei mit ihren Lieblingsstellen - üblicherweise das Kinn und der Kopf - an. Anschließend fällt es gleich etwas leichter, sich weiteren Fellpartien zu widmen. Verklettungen, die nicht ausgekämmt werden können, müssen möglicherweise herausgeschnitten werden. Eine Schere mit abgerundeten Spitzen ist dafür optimal geeignet.

Kurzhaar-Bürste: Bei Katzen mit kurzem Fell eignet sich zur Fellpflege am besten eine Gummibürste. Dabei sollten Sie darauf achten, die Bürste vor dem Start leicht anzufeuchten. So können lose Haare leichter entfernt werden.

Katzen-Bad: Hin und wieder müssen Katzen auch gebadet werden. Dabei sollten Sie darauf achten, ein spezielles Shampoo für Katzen zu verwenden. Schließen Sie zudem alle Fenster und Türen und stellen Sie sicher, dass der Raum warm ist, so dass Ihre Katze nicht anfängt zu frieren.

Waschbecken-Pflege: Manche Katzen haben Angst vor dem Baden an sich oder erschrecken vor der Größe der Badewanne. In diesem Fall sollten Sie das Katzen-Bad in einer Schüssel oder dem Waschbecken vornehmen. Eine Füllhöhe von etwa 10 cm lauwarmem Wasser - bzw. etwas höher als die Pfoten Ihrer Katze - ist dabei vollkommen ausreichend.

Ohren-Pflege: Bevor Sie Ihre Katze ins Wasser setzen, sollten Sie die Ohren Ihrer Katze reinigen. Verwenden Sie hierfür ein Wattestäbchen, das Sie zuvor mit etwas warmem Wasser angefeuchtet haben. Wichtig: Reinigen Sie nur die sichtbaren Teile des Ohres - und niemals den Gehörgang.

Lose Haare: Als Nächstes sollten Sie Ihre Katze noch einmal kämmen oder bürsten, bevor das Baden endgültig beginnen kann. Dadurch entfernen Sie mögliche lose Haare.

Technik-Frage: Das Katzen-Bad kann beginnen! Ziehen Sie zur Sicherheit Gummihandschuhe an, fassen Sie Ihre Katze am Genick und setzen Sie sie ganz vorsichtig in das warme Wasser.

Sanfte Dusche: Durch Duschaufsätze oder Sprühköpfe geraten viele Katzen in Aufregung oder sogar in blanke Panik. Daher sollten Sie den Rücken, Bauch und die Beine Ihrer Katze sanft mithilfe eines kleinen Plastikbechers oder einer Plastikkanne befeuchten.

Katzenshampoo: Anschließend können Sie das Katzenshampoo auftragen und es sanft und gleichmäßig in das gesamte Fell Ihrer Katze einmassieren. Danach wird das Shampoo möglichst gründlich ausgespült. Unser Tipp: Verwenden Sie nicht zu viel Shampoo, sonst könnte sich das Ausspülen unnötig lang hinausziehen. Gute Katzenshampoos sind so zusammengesetzt, dass sie die Augen und Ohren Ihrer Katze nicht reizen. Achten Sie dennoch darauf, kein Shampoo in diese Bereiche kommen zu lassen.

Abtrocknen: Nachdem Sie das Shampoo ausgespült haben, geht es ans Trocknen. Dafür sollten Sie ein Handtuch bereitliegen haben, um sie langsam abzutrocknen. Wenn Ihre Katze keine Angst vor dem Geräusch eines Föns hat, können Sie sie auch trockenfönen.

Selbst ist die Katze: Seien Sie nicht überrascht, wenn Ihre Katze sich sofort nach dem Bad gleich wieder selbst putzt. Das ist einfach ihre Art, ihr Fell wieder so in Ordnung zu bringen, wie sie es am liebsten hat - und keinesfalls ein Ausdruck von Unzufriedenheit mit Ihrer Pflegeleistung!

Ein Hinweis zum Katzen-Baden: Bitte denken Sie daran, dass Katzen nicht zu oft gebadet werden müssen. Im Gegenteil: Dadurch kann das natürliche Gleichgewicht der Öle gestört werden, die Haut und Fell Ihrer Katze gesund und glänzend erhalten. Natürlich spricht aber nichts gegen ein gelegentliches Bad - zum Beispiel, wenn Ihre Katze sich im Schmutz herumgewälzt hat und sich nicht selbst reinigen kann.