Durchfall und Erbrechen

Durchfall

Durchfall bei Katzen - Alle Infos auf einen Blick

Inhalt

Katze und Durchfall - die Symptome

Ursachen für Durchfall bei Katzen

Krankheiten als Ursache

Unverträglichkeiten und Allergien

Kuhmilchprodukte als Risikoquelle

Stress und andere psychische Ursachen

Medikamente, Wurmkur und Impfung

Wurmbefall

Ab wann solltest du wegen Durchfall bei deiner Katze zum Tierarzt?

Blut im Stuhl, Färbung und Geruch

Dauer des Durchfalls

Katzenbabys und ältere Katzen

Was verschreibt der Tierarzt gegen Durchfall bei Katzen?

Chronischer Durchfall bei Katzen - die Behandlungsmöglichkeiten

Kann sich der Mensch anstecken wenn die Katze Durchfall hat?

Hausmittel gegen Durchfall bei Katzen

Homöopathie

Schonkost

Schonkost für die Katze selbst zubereiten

Flüssigkeitshaushalt der Katze bei Durchfall

Fazit

Durchfall bei KatzenHat deine Katze Durchfall? Dann bist du bestimmt besorgt und stellst dir gerade folgende Fragen:

Was ist der Auslöser für den Durchfall bei meiner Katze?

Was sollte ich meiner Katze jetzt zu fressen geben?

Muss meine Katze wegen dem Durchfall zum Tierarzt?

Gibt es Hausmittel oder sonst etwas das ich tun kann, wenn meine Katze Durchfall hat?

Kann ich mich bei meiner Katze anstecken?

Diese Fragen werde ich dir alle in diesem Artikel beantworten. Aber zunächst einmal: Bleib ruhig.

Denn Katzen können durchaus häufiger unter Diarrhö leiden. Bei leichten Ausprägungen verschwindet der Durchfall bei der Katze in der Regel wieder nach wenigen Tagen. In diesen Fällen können einfache Hausmittel und Schonkost bereits helfen.

Bei schweren Verläufen oder bei häufigem Auftreten solltest du allerdings einen Arzt aufsuchen, um Komplikationen zu vermeiden. Die verschiedensten Erkrankungen, aber ebenso die Lebensumstände oder die Ernährung, können bei einer Katze zu Durchfall führen.

Durchfall bei Katzen -

Wann muss ich zum Tierarzt?

Generell solltest du mit Katzenbabys (bis ca. 20 Wochen) und älteren Katzen

(12 Jahre+) bei Durchfall zum Tierarzt.

Auch wenn eines oder mehrere der folgenden Symptome auftreten ist ein

Tierarztbesuch dringend anzuraten:

  • Blut oder Schleimhautreste im Kot
  • Teile von Bandwurmgliedern im Kot
  • Auffällige Verfärbungen
  • Durchfall ist chronisch oder hält länger an
  • Häufiger und intensiver Durchfall
  • Verschlechterung des Allgemeinzustandes der Katze
  • Eingefallene Augen beim Tier
  • Zusätzliche Symptome wie Erbrechen oder Fieber
  • Ausgeprägte Appetitlosigkeit
  • Flüssigkeitszufuhr kann nicht sichergestellt werden

Abschließend sei gesagt:

"Lieber einmal zu oft zum Tierarzt, als einmal zu wenig"

Wenn du dir also unsicher bist, dann zögere nicht, deinen Tierarzt zu.

Katze und Durchfall - die Symptome

Durchfall kommt bei einer Katze in unterschiedlichen Ausprägungen vor. Bei Wohnungskatzen lassen sich die Symptome besonders gut und schnell erkennen. Ein Blick ins Katzenklo reicht in den meisten Fällen bereits aus.

Bei Freigängern gestaltet sich das Erkennen oftmals schwieriger, falls der Vierbeiner die heimische Katzentoilette kaum nutzt. Allerdings gibt es auch bei Freigängern einige typische Symptome zu beobachten.

Zu den offensichtlichen Anzeichen zählt breiiger, flüssiger bis hin zu stark wässrigem Stuhlgang. Diese Ausscheidungen gehen in der Regel mit einem starken Geruch einher.

In manchen Fällen können dem Durchfall auch Reste von Schleimhäuten und Blut beigemengt sein. In diesem Fall solltest du mit deiner Katze umgehend einen Tierarzt aufsuchen.

Aufgrund der flüssigeren Konsistenz kann auch das Fell der Katze mit dem Kot verschmiert sein. Braune Stellen am After und/oder an den Hinterbeinen weisen auf Durchfall bei der Katze hin - vor allem bei Freigängern sollte man darauf achten.

Bei längerem Durchfall kann der Darmausgang gerötet sein oder weist entzündliche Veränderungen auf. Dunkle Pfotenabdrücke vor der Katzentoilette und Blähungen sind ebenfalls ein Indiz.

Ursachen für Durchfall bei Katzen

Durchfall kann bei Katzen ganz natürliche und harmlose Ursachen haben, denn die schnelle Ausscheidung ist zunächst eine Schutzreaktion des Körpers.

Nahrungsmittel oder andere Stoffe, die für das Tier ungeeignet sind, werden auf diesem Wege direkt wieder ausgeschieden.

Dadurch kann der Durchfall als eine Art Reinigungsprozess angesehen werden. Allerdings gibt es auch andere Ursachen, wie zum Beispiel:

Krankheiten

Unverträglichkeiten und Allergien

empfindlicher Katzenmagen

Veränderungen des Futtermittels

lactosehaltige Kuhmilchprodukte

psychische Ursachen

einige Medikamente, Impfungen oder Wurmkuren

Parasiten, wie zum Beispiel Würmer

Schauen wir uns im Detail an, welche Ursachen es gibt:

Krankheiten als Ursache

Viele unterschiedliche Krankheiten können dazu führen, dass eine Katze unter Durchfall leidet.

So kommt zum Beispiel heller Durchfall häufig bei Erkrankungen der Leber, der Bauchspeicheldrüse oder auch bei Darmerkrankungen vor. Einige Erkrankungen des Darms so wie die Kolitis können aber auch zu dunkel verfärbten Durchfällen führen.

Ebenso kann die Erkrankung durch Viren oder Bakterien ausgelöst werden. Bei derart infektiösen Durchfällen treten häufig noch zusätzliche Symptome wie Appetitlosigkeit oder Fieber auf.

Auch Kokzidien zählen zu den Darminfektionen, die zu Durchfall führen können. Diese Art der Darminfektion wird häufig durch einige rohe Fleischarten oder Nagetiere übertragen.

Zu den weiteren Krankheiten bei Durchfall können auch Stoffwechselerkrankungen zählen, beispielsweise eine Überfunktion der Schilddrüse.

Unverträglichkeiten und Allergien

Das falsche Katzenfutter kann zu regelmäßigem Durchfall führen. Hier hilft eine Ausschlussdiät mit anschließender Futterumstellung

Katzen können wie Menschen unter Unverträglichkeiten und Allergien leiden. Futtermittelunverträglichkeiten und Allergien zählen sogar zu den häufigsten Auslösern von Durchfall bei Katzen. In vielen Fällen wird das Getreide oder Gemüse im Futtermittel nicht vertragen.

Bei Verdacht kann eine Ausschlussdiät helfen, den Auslöser für die Unverträglichkeit ausfindig zu machen.

Dabei erhält das Tier zunächst nur die Nahrungsmittel, welche zuvor noch nicht auf dem Speiseplan standen. Dadurch kann sichergestellt werden, dass diese bisher unbekannten Nahrungsmittel nicht die Unverträglichkeitsreaktionen hervorgerufen haben.

Verschwinden die Symptome, können dem Futter nach und nach weitere Komponenten hinzugefügt werden. Treten die Symptome schließlich wieder auf, dann kann dieser Inhaltsstoff als Auslöser identifiziert werden.

In manchen Fällen vertragen Katzen das Futter aber auch nur nicht, weil die Umstellung auf ein neues Futtermittel zu schnell erfolgte oder weil es einfach zu kalt serviert wurde.

Direkt aus dem Kühlschrank sollte eine Katze das Futter zum Beispiel nicht erhalten. Hat dein Stubentiger einen empfindlichen Magen, dann sollte das Futter stets nur bei Raumtemperatur gegeben werden.

Bei einer Futterumstellung ist es hingegen manchmal hilfreich, das neue Futter in kleinen Schritten einzuführen. Wird die Nahrung zunächst in kleinen Teilen des bisherigen Futters beigemischt, dann kann dies die Umstellung erleichtern.

Kuhmilchprodukte als Risikoquelle

Lebensmittel wie Milch, Joghurt und Quark enthalten Lactose, den sogenannten Milchzucker. Dieser wird von vielen Katzen nicht vertragen und kann selbst bei sonst gesunden Katzen schwere Verdauungsprobleme hervorrufen.

Am besten gibst du deiner Katze überhaupt keine Milch - diese braucht sie sowieso nur als kleines Kitten.

Wenn du sie trotzdem ab und zu mit Milch belohnen willst, dann sollte sie nur lactosefreie Kuhmilchprodukte erhalten. Auch spezielle Katzenmilch ist frei von Lactose, wodurch Symptome wie Durchfall oder Blähungen vermieden werden können.

Aber Vorsicht, Milch kann bei Katzen schnell zu Übergewicht und verschiedenen Krankheiten führen, sie sollte auf keinen Fall Bestandteil der täglichen Ernährung sein!

Stress und andere psychische Ursachen

Sollten psychische Ursachen den Durchfall hervorgerufen haben, dann legt sich dies in der Regel schnell wieder.

Stress kann dazu führen, dass ein vorübergehender und zumeist leichter Durchfall auftritt. Typische Stresssituationen sind zum Beispiel eine Veränderung der Lebensumstände wie ein neues Haustier, eine neue Wohnung oder ein veränderter Tagesrhythmus.

Medikamente, Wurmkur und Impfung

Einige Medikamente können vorübergehenden Durchfall auslösen. Dabei kann es sich zum Beispiel um Antibiotika, Wurmkuren oder Impfungen handeln.

Durch die Gabe von Antibiotika kann die Darmflora des Tieres beeinträchtigt werden. Wird Durchfall bei Katzen durch Antibiotika oder andere Medikamente ausgelöst, dann verschwindet dieser in der Regel innerhalb kurzer Zeit wieder.

Wurmbefall

Liegt die Ursache des Durchfalls im Wurmbefall, dann befinden sich häufig Reste von Würmern im Kot. Dabei kann es sich um Teile von Band- oder Spulwürmern handeln. In diesem Fall solltest du zum Tierarzt und dir eine Wurmkur für deine Katze geben lassen.

Ab wann solltest du wegen Durchfall bei deiner Katze zum Tierarzt?

In manchen Fällen ist bei Katzen mit Durchfall der Besuch beim Tierarzt unumgänglich. Das kann insbesondere dann der Fall sein, wenn folgende Begleiterscheinungen auftreten:

Blut oder Schleimhautreste im Kot

Teile von Bandwurmgliedern im Kot

auffällige Verfärbungen

Durchfall ist chronisch oder hält länger an

häufiger und intensiver Durchfall

Verschlechterung des Allgemeinzustandes der Katze

eingefallene Augen beim Tier

zusätzliche Symptome wie Erbrechen oder Fieber

ausgeprägte Appetitlosigkeit

Flüssigkeitszufuhr kann nicht sichergestellt werden

Diese Beispiele stellen nur Anhaltspunkte dar und können dir die Entscheidung erleichtern.

Im Zweifel solltest du dir aber immer ärztlichen Rat einholen. Denn je nach Erkrankung und Verlauf können die Ausprägungen sehr unterschiedlich ausfallen, wodurch eine allgemeingültige Aussage nicht möglich ist.

Blut im Stuhl, Färbung und Geruch

Werden mit dem Stuhl Blut oder Schleimhautreste abgesondert, solltest du mit deiner Katze sofort zum Arzt.

Aber auch bei auffälligen Verfärbungen oder besonders intensiven Gerüchen kann ein Tierarztbesuch angebracht sein. Das ist zum Beispiel dann der Fall, wenn der Stuhl sehr hell oder auch sehr dunkel ist.

Wird mit dem Kot viel Schleim abgesondert, dann kann dies zum Beispiel ein Zeichen für eine Dickdarmentzündung sein.

Dauer des Durchfalls

Insbesondere wenn eine Katze öfters Durchfall hat oder dieser über mehrere Tage andauert, sollte ein Tierarzt aufgesucht werden.

Bei leichten Ausprägungen kannst du bei einem sonst gesund wirkenden Tier auch ein bis maximal drei Tage lang abwarten und es mit Hausmitteln und Schonkost versuchen.

Sollte der Durchfall jedoch innerhalb von maximal drei Tagen nicht aufhören, ist dennoch der Rat eines Tierarztes einzuholen.

Katzenbabys und ältere Katzen

Durchfall kann bei einer jungen und gesunden Katze schnell wieder verschwinden, ohne dass starke Beeinträchtigungen auftreten. Der Organismus von Katzenbabys und älteren Katzen reagiert aber häufiger empfindlicher, wodurch schwerere Verläufe möglich sind.

Deshalb ist es wichtig, insbesondere bei Kitten und älteren Katzen schnell zu reagieren. Bei Kitten lässt sich häufig schon eine Besserung einstellen, wenn das Kittenfutter gegen reguläres Futter ausgetauscht wird. Manche Katzenbabys vertragen das extra stark angereicherte und mächtige Spezialfutter für Kitten nämlich nicht.

Bei älteren Katzen kann sich oftmals eine Besserung einstellen, wenn das reguläre Futter gegen spezielles Senioren- bzw. Sensitiv-Futter getauscht wird. Dies ist leichter bekömmlich und besser verdaulich.

Was verschreibt der Tierarzt gegen Durchfall bei Katzen?

Je nach Art des Auslösers kommen verschiedene Behandlungen infrage. Deshalb kommt es bei der Gabe von Medikamenten oder anderen Mitteln immer auf den Auslöser an.

Bei akutem und starkem Durchfall muss der Flüssigkeits- und Elektrolyte-Haushalt häufig wieder ausgeglichen werden, wodurch vom Tierarzt Infusionen und Elektrolyt-Pulver verabreicht werden können.

Gegen bakterielle Infektionen können Antibiotika helfen. Bei leichten Verläufen wird häufig eine Schonkost oder Futterumstellung angeraten.

Medikamente solltest du deiner Katze stets nur in Absprache mit einem Tierarzt geben. Werden dem Tier herkömmliche Mittel gegen Durchfall verabreicht, dann kann dies dazu führen, dass der Durchfall aufhört, die Ursache jedoch nicht behandelt wurde.

Chronischer Durchfall bei Katzen - die Behandlungsmöglichkeiten

Von einem chronischen Durchfall ist meist dann die Rede, wenn die Verdauungsstörung länger als zehn Tage andauert. Der Unterschied zu akutem Durchfall liegt darin, dass die Durchfallerkrankung nicht von selbst wieder aufhört.

Die Gründe für chronischen Durchfall bei Katzen sind sehr vielfältig. So können beispielsweise Viren, Bakterien oder Parasiten einen chronischen Durchfall auslösen. Aber auch andere Erkrankungen wie eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse, eine Schilddrüsenüberfunktion und viele weitere Grunderkrankungen kommen als Ursache infrage.

Zu den häufigsten Auslösern chronischen Durchfalls bei Katzen zählen Parasiten. Würmer können dabei selbst bei regelmäßiger Entwurmung im Körper der Katzen verbleiben. Bei älteren Katzen liegt die Ursache besonders häufig in einer Schilddrüsenüberfunktion.

Die Behandlungsmöglichkeiten des chronischen Durchfalls bei Katzen hängen somit mit der Ursache zusammen. Um diese Ursache herauszufinden, wird in der Regel zunächst der Kot sowie das Blut untersucht. Bestehen neben dem Durchfall weitere Beschwerden, können diese ebenso auf die Grunderkrankung hindeuten.

Kann sich der Mensch anstecken wenn die Katze Durchfall hat?

Je nach Grunderkrankung kann eine Übertragung von der Katze auf den Menschen erfolgen. Bei den sogenannten Zoonosen handelt es sich um Erkrankungen, welche wechselseitig von Katze zu Mensch oder auch andersherum übertragbar sind.

Wird der Durchfall beispielsweise durch Bakterien oder Parasiten wie Würmern ausgelöst, ist eine Übertragung möglich.

Deshalb kann es hilfreich sein, während der akuten Phase alle Stellen, mit denen die Katze in Berührung kommt, häufiger zu reinigen. Dazu zählen insbesondere das Katzenklo, der Fußboden oder der Liegeplatz. Einweghandschuhe können bei der Reinigung hilfreich sein. Auch häufiges, gründliches Händewaschen ist ratsam.

Hausmittel gegen Durchfall bei Katzen

Bei leichten Verläufen und ansonsten gesunden Tieren können Hausmittel gegen Durchfall bei der Katze die Symptome lindern. In diesen Fällen reicht es manches Mal schon aus, der Katze einen Tag lang keine feste Nahrung zu geben. Dadurch lässt sich ein überlasteter Magen-Darm-Trakt entlasten.

Auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr sollte allerdings geachtet werden. Ebenfalls helfen kann in manchen Fällen Hüttenkäse, der an den ersten ein bis zwei Tagen des Durchfalls gegeben wird.

Zu den weiteren Hausmitteln zählt Kürbis. Diesen kannst du deiner Katze weich gekocht oder alternativ aus der Dose geben. Meist reicht eine Menge von zwei Esslöffeln aus, um den Stuhl zu verdicken.

Homöopathie

Durchfall bei der Katze lässt sich auch homöopathisch behandeln. In der homöopathischen Tierheilkunde werden jene Ausgangsstoffe verwendet, die auch bei Menschen zum Einsatz kommen.

Dabei kann es sich zum Beispiel um Aloe, Arsenicum album, Calcium carbonicum, Mercurius solubilis und um einige weitere Stoffe handeln. Diese sind in der Apotheke oder beim Tierarzt erhältlich.

Damit die Katze bei Durchfall die Globuli auch einnimmt, reicht es manchmal aus, diese zerkleinert auf die Pfote zu streuen. Wird die Pfote dann abgeleckt, kann der Wirkstoff direkt aufgenommen werden.

Bei manchen Katzen ist es aber auch möglich, die Globuli direkt in den Mund zu geben. Dilutionen können nicht gegeben werden, da sie Alkohol enthalten und für das Tier somit ungeeignet sind.

Schonkost

Schonkost kann bei leichten Durchfällen helfen, dass der Magen- und Darmtrakt der Katze das Futter wieder besser annimmt und verdaut. Sie wird der Katze häufig für sieben bis zehn Tage verabreicht. Bei Schonkost handelt es sich um reizarme Kost, welche den Magen schont und leicht verdaulich ist.

Schonkost für die Katze selbst zubereiten

Schonkost kann beim Tierarzt fertig erworben, aber auch selbst zubereitet werden. Zur Zubereitung der Schonkost für Katzen kommen unter anderem folgende Nahrungsmittel infrage:

gekochtes Hühnchen

Hühnerbrühe mit wenig Salz, am besten selbst gekocht

geriebener Apfel

gekochte und pürierte Möhren (rund eine Stunde lang kochen)

schwarzer Tee (Ziehzeit mindestens 15 Minuten)

Bei der Zubereitung von Schonkost für Katzen solltest du allerdings einige Dinge beachten. So sollte bei der Zubereitung stets auf Gewürze verzichtet werden. Leicht gesalzenes Wasser reicht aus, um zum Beispiel das Huhn zu kochen.

Schwer verdauliche Bestandteile, beispielsweise die Haut, sollten der Katze nicht gegeben werden. Die Hühnerknochen sind vollständig zu entfernen, denn sie können splittern, woran das Tier sich schwer verletzen kann.

Eine Schonkostmahlzeit erhältst du, wenn du zum zerkleinerten Hühnchen beispielsweise gekochte und pürierte Möhren gibst.

Alle Zutaten sollten je nach Lebensmittel gekocht, gerieben oder püriert werden. Die Gabe kleiner Portionen erleichtert zusätzlich die Verdauung.

Auch die Temperatur spielt für die Verträglichkeit eine große Rolle. Bei Raumtemperatur ist Schonkost zumeist besser verträglich, als kaltes oder heißes Futter. Milchprodukte sollten in der Schonkost nicht enthalten sein.

Flüssigkeitshaushalt der Katze bei Durchfall

Aufgrund des aufgeweichten oder sogar flüssigen Stuhls verliert deine Katze bei Durchfall vermehrt Flüssigkeit. Dieser Flüssigkeitsverlust nimmt mit der Intensität des Durchfalls zu. Um eine Dehydrierung zu vermeiden, muss deine Katze dementsprechend mehr trinken.

Bei einer Unterversorgung solltest du deinen Tierarzt um Rat fragen, denn diese kann für dein Tier gefährliche Auswirkungen haben.

Trockenes und klebriges Zahnfleisch deuten auf eine Störung des Flüssigkeitshaushaltes hin.

Zudem sollte sich Fell der Katze, wenn du es über den Schulterblättern leicht anhebst, wieder zügig anlegen und straff am Körper der Katze sitzen.

Fazit

So vielfältig die Auslöser des Durchfalls bei deiner Katze sein können, so unterschiedlich fallen auch die Symptome aus. Deshalb kann es keine allgemeingültigen Aussagen geben, sondern der Einzelfall entscheidet.

Im Zweifel solltest du dich auf dein Gefühl verlassen und bei Bedenken den Tierarzt kontaktieren. Eine kurze telefonische Vorabanfrage kann manches Mal schon helfen, erste Zweifel auszuräumen.

Erbrechen

Warum meine Katze sich übergibt?

WAS ZU TUHEN IST.

Wenn Katzen sich erbrechen, so geschieht dies aus einem Schutzreflex heraus. Hat sie einen Fremdkörper verschluckt oder etwas Giftiges gegessen, möchte sie es auf diese Art und Weise loswerden. Generell gilt es zu beachten, gerade dann wenn die Katze mehrmals hintereinander bricht, sollte keine Zeit verloren gehen und irgendwelche Mittelchen ausprobiert werden. Das kann für die Katze unter Umständen lebensgefährlich werden. Der Gang zum Tierarzt sollte umgehend erfolgen. Die Katze verliert beim Erbrechen sogenannte Körpersäfte und kann austrocknen. Vor allen Dingen sollte unbedingt darauf geachtet werden, wann die Katze erbricht. Vielleicht nach dem Essen oder nüchtern. Auch die Optik des Erbrochenen kann Aufschluss über den Grund des Erbrechens geben. Das können für den Tierarzt wichtige Informationen sein.

War die Katze in diesem Moment noch äußerst munter, spielte und schmuste sogar, erbricht sie sich im nächsten Moment. Erbrechen bei Katzen ist eine Art Schutzmechanismus. Genau wie beim Husten oder Niesen auch, will die Katze durch das Erbrechen Schadstoffe aus ihrem Körper entfernen. Ein Reflex, der oft beobachtet wird, ist das Verschlucken von Haaren. Diesen Reflex sollte man auf keinen Fall medikamentös behandeln um damit den Brechvorgang zu unterdrücken. Auch zu schnelles Essen oder große Portionen können ein Erbrechen auslösen. Ein sicheres Zeichen dafür ist unverdautes Futter.

Wenn Katzen Fremdkörper verschlucken, kann es zu einem Darmverschluss kommen. Das ist für die Fellnasen äußerst schmerzhaft. Erkennen kann man den Darmverschluss, wenn das Erbrochene streng riecht oder dunkel gefärbt ist. Hier sollte schnellstens der Tierarzt aufgesucht werden.

Hat die Katze einen empfindlichen Magen, kann Katzengras helfen. Zu dem Katzengras sollte darauf geachtet werden, dass die Katze genug trinkt.

Es gibt aber auch Katzen die auf ihr Umfeld sehr sensibel reagieren. So kann ein neuer Mitbewohner Stress auslösen. Hier sollte verstärkt auf Zuwendung und Aufmerksamkeit gesetzt werden.

Es gibt Katzen die reagieren auf Katzenfutter sehr unterschiedlich. So vertragen einige eine bestimmte Marke nicht. Diese Unverträglichkeit kann sich auch im Erbrechen zeigen. Ebenso sollte auch an eine Allergie gedacht werden. Katzen können beispielsweise auf Vogeldaunen allergisch reagieren. Die einfachste Ursache sollte natürlich sofort ausgeschlossen werden und zwar sollte ihr Futter immer frisch sein. Gerade Katzen reagieren sehr sensibel darauf. Eine Katze kann sich auch überfressen. Sie schlingt das Futter in sich hinein und das kommt nach spätestens 30 Minuten unverdaut wieder heraus. Schlingt die Katze immer, sollten vielleicht am Tag mehrere kleine Portionen gegeben werden.

Katzen sind sehr reinlich und bei der täglichen Katzenwäsche können die Kuschelmonster eine ganze Menge Fell verschlucken. Der Magen befreit sich dann und wann von den unverdauten Haaren. Gerade bei Halblanghaar- oder Langhaarkatzen beobachtet man, dass sie diese Haare als Fellknäuel erbrechen. (Die Fachsprache Trichobezoar). Dieser Vorgang ist nicht gefährlich und auch harmlos. Wenn Katzen hin und wieder erbrechen so ist das ein normaler Vorgang. Ein direkter Hinweis liefert das Allgemeinbefinden des Tieres. Frisst die Katze, spielt sie und zeigt positive Zeichen, kann das Erbrechen als harmlos bezeichnet werden. Liegt sie allerdings niedergeschlagen am Boden, sie frisst nicht oder hat eingefallene Augen, so sollte der Gang zum Tierarzt anstehen.

Erbrechen - Katze

Erbrechen bei Katzen was tun?

Generell sollte man nicht auf eigene Faust der Katze Medikamente geben oder etwa Hausmittelchen ausprobieren. Zuerst gilt es Ruhe zu bewahren und das Verhalten der Katze beobachten. Zusätzlich sollte man aber einige Maßnahmen vornehmen. Katzen die sich erbrochen haben, sollten 24 Stunden nicht gefüttert werden. Selbst wenn die Katze bettelt und man möchte ihr etwas geben, sollte man bedenken, dass sich die empfindliche Magenschleimhaut erst einmal beruhigen und regenerieren sollte. In den meisten Fällen ist das Erbrechen ja harmlos und die Katze ist nach einer halben Stunde wieder munter und verlangt auch wieder nach Futter. Wer aber seiner Katze nachgibt, der tut ihr nichts Gutes, denn aus einem verdorbenen Magen kann sich unter Umständen etwas Ernstes entwickeln.

Übergewichtige Katzen oder chronisch kranke Katzen sollten von der 24-Stunden-keine-Nahrung-Regel aber ausgeschlossen werden. Jungtieren fehlt einfach die Reserve und bei kranken Katzen kann es zu einer hepatischen Lipidose (Fettleber, die kann paradoxer Weise entstehen, wenn die Katze eine längere Zeit keine Nahrung erhält) kommen. Diese Tiere sollten nicht 24 Stunden lang auf Nahrung verzichten. Hier bietet sich, nach Rücksprache mit dem Tierarzt an, dem Tier kleine Mengen Schonkost zu geben.

Erbrechen - Katze

Wann soll man zum Tierarzt?

Als Katzenbesitzer und Katzenliebhaber weiß man natürlich was der Katze fehlt. Zumindest wenn sie nur einmal pro Woche erbricht. Dennoch ist es wichtig zu wissen, dass sich Katzen ihr "Kranksein" nicht immer anmerken lassen. Der Stubentiger zieht sich dann einfach zurück. Zum Tierarzt sollte man gehen, wenn die Katze auch nach 2-3 Tagen nicht aufhört. Neben einer Magen-Darm-Entzündung kann die Katze auf Fieber bekommen. Normal sind 38 bis 39,2 Grad. Das Fieber wird im Po der Katze gemessen.

Wenn die Katze nach dem Erbrechen teilnahmslos und schlapp ist.

Sie frisst und trinkt nicht. Das ist ein Warnsignal, das mehrere Ursachen zeigt.

Glasige Augen deuten auf Fieber.

Die Katze erbricht oft, so kann das gefährlich werden, denn eine Katze kann schnell austrocknen.

Erbrochener Schaum. Wenn die Katze weißen Schaum erbricht, so kann das ein Hinweis auf Bandwürmer oder Spulwürmer sein.

Gewichtsverlust macht ebenfalls den Gang zum Tierarzt notwendig.

Erbrochenes hat eine dunkle Farbe und riecht nach Fäkalien. Das kann ein Zeichen für einen Magenverschluss sein.

Erbrechen - Katze

Erbrechen bei Katzenkindern

Leiden Katzenkinder unter anhaltendem Erbrechen, so kann ihr Mineralstoff-Haushalt schnell aus dem Gleichgewicht geraten. Gerade bei Jungtieren kann das zu einem Schock führen, der lebensbedrohlich sein kann. Deshalb sollte man bei anhaltendem Erbrechen des Jungtieres einen Tierarzt aufsuchen, da gerade Katzenbabys schnell austrocknen können.

Um eine einseitige Fütterung bei Katzenkindern zu vermeiden, sollte spezielles Babyfutter für Katzen gegeben werden. Die Nahrung von Katzenkindern sollte möglichst in kleinen Portionen verabreicht werden. Wenn die Kleine nicht genügend trinkt, kann in das Nassfutter etwas Wasser dazu gegeben werden. Wenn ein Katzenbrunnen in der Wohnung aufgestellt wird, trinken auch kleine Katzen gerne fließendes Wasser.