Kuscheltrieb/Katze redet bedeutung


Kuscheltrieb bei Menschen

Wann Katzen gern mit Menschen kuscheln

Zwar gilt der Hund als bester Freund des Menschen, doch in Wahrheit sind Katzen genauso liebevolle Gefährten. Ein untrügliches Zeichen für Zuneigung ist, wenn die Fellnasen mit Menschen kuscheln. Doch das ist noch längst nicht alles; hier erfahren Sie, was es sonst noch mit diesem niedlichen Katzenverhalten auf sich hat.

Die meisten Katzen lieben es, mit Menschen zu kuscheln - vorausgesetzt, sie können es sich selbst aussuchen, wann sie dazu Lust haben. Warum ist das so und welche Gründe stecken hinter der samtpfotigen Verschmustheit?

Katzen brauchen Wärme und Sicherheit

Katzenbabys können erst ab einem Alter von rund drei Wochen ihre Körperwärme selbst regulieren. Bis dahin sind sie darauf angewiesen, sich ganz eng an ihre Katzenmutter und Geschwisterchen zu schmiegen, damit sie nicht auskühlen. Auch später suchen sich Katzen gern die wärmsten Plätze aus, um sich auszuruhen - und da ist es auf dem Schoß des Lieblingsmenschen besonders schön. Genauso wichtig wie Wärme ist Sicherheit für das Wohlbefinden Ihrer Miez. In der freien Natur ist sie diversen Gefahren zum Beispiel durch größere Raubtiere ausgesetzt. Daher ist sie immer auf der Hut und bereit, beim kleinsten unbekannten Geräusch oder Geruch zu flüchten.

Befindet sie sich an einem sicheren Ort, kann sie sich entspannen und ihre Wachsamkeit etwas sinken lassen. Das heißt, wenn Ihre Katze mit Ihnen kuschelt, fühlt sie sich bei Ihnen geborgen und weiß, dass sie Ihnen hundertprozentig vertrauen kann. Katzen kuscheln auch mit Artgenossen und anderen Haustieren, bei denen sie es warm haben und sich sicher fühlen.

Bindung herstellen durch Kuscheln mit Menschen

Kuscheln dient Katzen überdies dazu, eine Bindung herzustellen. Katzenkinder und ihre Familie sowie Katzengruppen in freier Natur schmiegen sich eng aneinander, um ihre Düfte zu durchmischen und einen gemeinsamen Gruppengeruch herzustellen. Dies stärkt den Zusammenhalt und gibt den Fellnasen ein Gefühl von Sicherheit. Das Schmusen ist für ihr Sozialverhalten unverzichtbar. Wenn Katzen mit Menschen kuscheln, behandeln sie sie wie einen Artgenossen aus ihrer Familie und zeigen ihre Zuneigung. Kater Cole in dem Video macht es einmal vor:

Aufmerksamkeit durch Liebesbekundungen

Es ist jedoch nicht immer ganz uneigennützig, wenn Katzen mit Menschen kuscheln. Nicht nur bekommen sie dadurch nicht nur Wärme und Sicherheit, sondern auch Aufmerksamkeit. Und die brauchen sie, wenn sie zum Beispiel Hunger oder Durst haben, ihr Katzenklo mal wieder einer Reinigung bedarf, sie spielen oder nach draußen möchten. Die schlauen Kerlchen lernen schnell, dass wir Menschen bereit sind, ihre Bedürfnisse zu erfüllen, wenn sie zum Kuscheln vorbeikommen.

Das Aufmerksamkeitsschmusen wird für gewöhnlich noch von Miauen und Pfotenstupsen begleitet, um der Forderung Nachdruck zu verleihen. Achtung! Gehört Ihre Katze normalerweise nicht zu den Schmusetigern und zeigt sie plötzlich ohne erkennbaren Grund anhängliches Verhalten, lassen Sie sie vorsichtshalber beim Tierarzt durchchecken - möglicherweise will Sie sie darauf aufmerksam machen, dass sie Schmerzen hat oder krank ist.

Manche Katzenrassen gelten als besonders zutraulich

Jede Katze hat zwar ihre eigene Persönlichkeit - einige sind zutraulicher als andere - dennoch gibt es bestimmte Katzenrassen, bei der eine anhängliche und verschmuste Art besonders wahrscheinlich ist. Dazu gehören zum Beispiel Ragdoll-Katzen, Maine Coons, Siamkatzen, Britisch Kurzhaar (BKH) und Balinesen. Mehr kuschelbedürftige Fellnasen finden Sie in unserem Ratgeber "Diese Katzenrassen sind besonders anhänglich".

Warum einige Katzen nicht gern mit Menschen kuscheln

Dennoch gibt es Katzen, die nicht gern mit Menschen kuscheln. Dies kann verschiedene Gründe haben. Manche Fellnasen sind einfach von ihrer Persönlichkeit her zurückhaltend und wenig schmusebedürftig. Möglich ist auch, dass Ihre Katze als Baby nicht ausreichend sozialisiert wurde und keinen positiven Kontakt zu Menschen hatte. In diesem Fall warnt sie ihr Instinkt, dass Menschen eine potenzielle Gefahr darstellen, und daher sind sie lieber vorsorglich scheu. Haben die Samtpfoten sogar schlechte Erfahrungen mit Menschen gemacht, werden sie besonders ängstlich in ihrer Gegenwart.

In diesem Fall muss Ihre Katze erst lernen, dass Sie keine Gefahr darstellen. Dies erreichen Sie etwa, indem Sie Ihre Miez zu nichts zwingen und sie in Ruhe lassen sowie selbst ganz ruhig und entspannt bleiben. Sie können es sich zum Beispiel auf der Couch bequem machen und ein Buch lesen - so kann Ihre Fellnase selbst das Tempo bestimmen, mit dem sie Sie beobachtet, Sie einschätzt und sich Ihnen nähert. Zusätzlich können Sie Ihr Vertrauen stärken, indem Sie viel mit ihr spielen, sanft mit ihr sprechen und ihr Leckerlis anbieten.


Meine Katze redet Bedeutung

Meine Katze 'redet' mit mir: Warum manche Katzen mehr miauen als andere

Hast du dich schon einmal gefragt, was dir deine Katze eigentlich mitteilen möchte, wenn sie dich anblickt und dir ein 'Miau' zuwirft? Oder hast du eine Katze, die eher selten maunzt? Es gibt nämlich beides, kommunikative Katzen und Miezen, die kaum einen Laut von sich geben. Aber was bedeutet es eigentlich, wenn Katzen viel miauen?

Miauen als Kommunikation zwischen Muttertier und Kitten

Katzen lernen das Miauen bereits direkt nach der Geburt. Zu diesem Zeitpunkt sind diese Laute sehr wichtig, denn sie dienen dem Muttertier und den Kitten als Kommunikationsmittel, selbst wenn die Katzenbabies noch nicht einmal ihre Äuglein öffnen können. Hast du schon einmal eine Mutterkatze mit ihren Kitten beobachten können? Entfernt sich die Katze von ihren Babies, hört man die Kleinen relativ schnell nach ihrer Mutter fiepen. Anders herum gibt die Katze ihren Babies ebenfalls akustische Signale, um ihnen zu zeigen, dass sie in der Nähe ist. Werden die Katzen älter, lässt das Miauen als Kommunikationsmittel zwischen Muttertier und Katzenkindern nach und verschwindet irgendwann ganz. Je älter die Kitten werden, desto mehr lernen sie die Signale von Körper- und Duftsprache zu verstehen und geben untereinander meist nur noch Drohgebärden in Hahnenkampf-Situationen von sich.

Aber warum miauen die Katzen im Erwachsenenalter dann immer noch bei uns Menschen? Ganz einfach, weil wir Menschen für die Katze tatsächlich eine Art Mutterrolle einnehmen und die Katze mit uns so kommuniziert, wie sie es als Kitten auch mit ihrem Muttertier machte.

Gründe warum Katzen miauen

Aufmerksamkeit

Miaut dich deine Katze an wenn du in ihrer Nähe bist, dann hascht sie wahrscheinlich nach Aufmerksamkeit von dir. Sie möchte gestreichelt werden, auf deinen Schoß oder ganz einfach beachtet werden.

Mitteilung von Bedürfnissen

Mit einem kurzen 'miau' möchte dir deine Katze meist etwas mitteilen. Viele Katzen maunzen ihren Halter zum Beispiel einmal kurz an wenn sie hungrig sind. Übersetzt soll das wahrscheinlich heißen "Komm mit in die Küche, ich habe Hunger!"

Begrüßung

Die meisten Katzen begrüßen ihre Halter, wenn sie nach einer Abwesenheit wieder nach Hause kommen. Viele davon zeigen ihre Freude auch mit einem liebevollen, manchmal auch meckernden, 'Miau'.

Hilfe

Hat deine Katze Schmerzen, trittst du ihr versehentlich auf die Pfote oder ist sie in Gefahr, dann ruft sich dich mit einem schrillen und lauten Ton.

Kommunikation zwischen Mutter und Kitten

Das Muttertier und ihre Kitten kommunizieren in den ersten Wochen und Monaten mit Miau-Lauten, um sich zum Beispiel nicht aus den Augen zu verlieren.

Paarungsbereitschaft

Sind die Katzen paarungsbereit, dann kann das Miauen gegenüber des anderen Geschlechts mitunter ganz schön laut werden. Wahrscheinlich hast du paarungsbereite Katzen in freier Natur auch schon einmal 'schreien' gehört und dich gewundert, wie laut das Geräusch werden kann.

Drohgebärde

Sind sich Katzen unsympathisch oder wollen ihr Revier verteidigen, dann geben sie ihrem Gegenüber mit einem drohenden Schreigeräusch zu verstehen, dass ihnen gleich ein Kampf droht, sollten sie sich nicht aus dem Staub machen.

Warum miauen manche Katzen mehr als andere?

Das hängt ganz einfach vom Charakter der Katze ab und wie sie aufgewachsen ist. Wuchs deine Katze, bevor sie zu dir kam, in einem ruhigen Umfeld auf, so wird sie später wahrscheinlich auch weniger miauen. Stammt eine Katze aus einem hektischen Umfeld, oder war sie gar eine Straßenkatze, so hat sie ein ausgeprägteres Bedürfnis sich dir mitzuteilen.

Meine Katze Mammina lebte früher zum Beispiel mehrere Jahre auf den Straßen Sardiniens. Ihr einziger Ausweg um an Futter zu kommen war manchmal nur noch das Betteln. Um bei den Menschen Gehör zu finden, musste sie miauen. Diese Eigenschaft hat sie sich bis heute beibehalten, obwohl sie weiß, dass sie bei uns nie mehr hungern wird.

Aktion und Reaktion

Es gibt noch einen weiteren Grund, warum deine Katze viel mit dir 'reden' könnte. Dieser ist so simpel, dass man ihn oft übersieht. Deine Katze reagiert ganz einfach auf dich. Redest du viel mit deiner Katze, so antwortet sie dir oder hat ebenfalls das Bedürfnis sich dir mitzuteilen. Mit der Zeit habt ihr also euren Weg der Kommunikation aufgebaut. Das ist ganz normal und du musst dir auch keine Gedanken machen, dass mit deiner Katze etwas nicht stimmt. Sollte dir das Miauen mit der Zeit aber etwas zu viel werden, so musst du ganz einfach deine Art der Kommunikation mit deiner Katze ändern. Versuche dann einfach weniger mit deiner Katze zu reden und konzentriere dich auf andere Signale. Mit der Zeit wird sich deine Katze dir anpassen.

Aber ganz wichtig bleibt vor allem eines: Solltest du Bedenken haben, dass etwas mit deiner Katze nicht stimmt oder sie sogar Schmerzen hat, solltest du mit ihr auf jeden Fall den Tierarzt aufsuchen.